Archiv für August 2010

Fußball-WM 1974: ¡Chile Sí, Junta No!

Da Fußball und linksradikale Geschichte ja meine Schwerpunkte auf diesem Blog sind, muss ich einfach auf diese älteren Artikel hinweisen, die mir gerade über den Weg gelaufen sind: Berichte von Chile-Solidaritätsaktionen bei der Weltmeisterschaft 1974.

Autonomes Forschungskollektiv Geschichte: Geschichtsstunde WM 1974
Petra Schlangenhauf (FDCL): ¡Chile Sí, Junta No!

Gruppe undogmatischer Marxismus – Für eine neue Linke (1974)

So, heute gibt es ein Positionspapier der „Gruppe undogmatischer Marxismus“ aus dem Jahr 1974. Die Gruppe entstammte der zu diesem Zeitpunkt bereits zerfallen(d)en Studierendenbewegung West-Berlins und versuchte, die Erkenntnis hochzuhalten, das persönliche und gesellschaftliche Emanzipation nur zusammen zu haben sind. Leider erfolglos, muss man aus heutiger Sicht wohl konstatieren, in den 70ern teilte sich ein Großteil der Studierendenbewegung in autoritäre ML-Gruppen auf der einen und zunehmend unpolitische Selbsterfahrungsgruppen auf der anderen Seite.

Dokufever #1

Ich bin in letzter Zeit auf den Geschmack gekommen, mir abends noch eine 45-60 minütige Doku reinzuziehen. Dabei habe ich mir vor allem Dokus angeschaut, in denen neben einigen erläuternden Sätzen die meiste Zeit ZeitzeugInnen zu Wort kommen. Gerade bei der Aufarbeitung linker (Widerstands-)Geschichte finde ich diesen Oral History Ansatz spannend, da oft schriftlich nicht viel festgehalten ist und wenn, dann von der gegnerischen Seite. Und z.B. bei der Betrachtung des Zweiten Weltkriegs sollte doch der linke Widerstand von unten, ohne die Verdienste der alliierten Armeen schmälern zu wollen, unser primärer Bezugspunkt als radikale Linke sein, oder? Also beschäftigt euch damit :-)

So, genug gepredigt, los geht’s:

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1. Mai 1973: Tag gegen die Arbeit!

Da Debatten um/gegen (Lohn-)Arbeit ja zur Zeit in der radikalen Linken der BRD mal wieder einen größeren Raum einnehmen, habe ich mich entschlossen, einen Text der Münchner Gruppe Arbeitersache zu veröffentlichen. Die Gruppe war Teil des westdeutschen Zusammenschlusses „Wir wollen alles!“, der sich stark am italienischen Operaismus orientierte. Die Münchner GenossInnen vertraten die Analyse, dass die migrantischen ArbeiterInnen (damals noch als GastarbeiterInnen bezeichnet) dauerhaft in der BRD bleiben würden und dort in einigen Industriezweigen eine ökonomisch zentrale Stellung einnähmen. Daher setzten sie sich seit dem Beginn ihrer Arbeit im Betrieb für das Konzept der multinationalen Zusammenarbeit ein. Bei BMW und MAN in München waren daher u.a. griechische ArbeiterInnen Teil der Gruppe und auch mit italienischen ArbeiterInnen, die in Lotta Continua organisiert waren, wurde eng kooperiert. Als der Gruppe die Begrenzheit der Arbeit in der Fabrik bewusst wurde, entschied sie sich, auch stärker politische Arbeit im Stadtteil bzw. „der Region“ zu machen. Teil dieser Bemühungen waren Veranstaltungen zum 1. Mai 1973, u.a. eine Demonstration und Festlichkeiten, die die Gruppe unter das Motto „1. Mai – Tag gegen die Arbeit – Wir wollen leben!“ stellte.

Vor dem Text noch eine kurze Anmerkung: Falls daran Interesse besteht, habe ich vor, in der nächsten Zeit mehr historische Dokumente des deutschen Linksradikalismus zu digitalisieren und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Wünsche, Diskussionen, Feedback sind stark erwünscht!

Hier jetzt der Ausschnitt aus Gruppe Arbeitersache (1973): Was wir brauchen, müssen wir uns nehmen. München: Trikont Verlag, S. 175-179.

DER 1. MAI 1973

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Promo

Nachdem einer meiner Lieblingsrapper, Johnny Mauser, letztes Jahr schon im Niedersächsischen Verfassungsschutzbericht promotet wurde, springt jetzt auch die Hamburger Mopo auf den Zug auf und bringt ihren LeserInnen den heissen Scheiß: