Archiv für September 2010

Ich glaub, es geht los …

Sonntag isses soweit: Derbytime!

Im Viertel wird schon ordentlich eingeheizt:

18. Oktober Frankfurt/Main: Krisenproteste voranbringen, Finanzzentrum blockieren!

Für den 18. Oktober ruft die „Aktionsgruppe Georg Büchner“ dazu auf, in Frankfurt am Main zentrale Orte des Finanzsektors zu blockieren und mit diesem nicht nur symbolischen Zeichen die bisher kaum wahrnehmbaren Krisenproteste in Deutschland anzustoßen und weiterzubringen. Wie nicht anders zu erwarten, wenn Linke in Deutschland nicht nur Theoriearbeit machen, sondern daraus auch praktische Schritte ableiten, hat das mal wieder die besonders kritischen KritikerInnen auf den Plan gerufen, die uns erklären, warum das alles total verkürzt und falsch ist. Dann doch lieber erstmal nichts tun (bzw. in Jena einmal um den Quark laufen), bis irgendwann die Erleuchtung herabfällt. Besser gefällt mir da der Aufruf der Gruppe d.i.s.s.i.d.e.n.t., den ich hier dokumentiere:

To the government we stick our middlefingers
with regards to the Sparpaket!

Krisenproteste voranbringen:
Am 18.Oktober Finanzzentrum in Frankfurt blockieren!

Mit leuchtenden Augen bewundern radikale Linke die Revolten in Griechenland, die Generalstreiks in Frankreich oder die Arbeitskämpfe in Südkorea. Anders sieht es bei Kämpfen in der Bundesrepublik aus. Die radikale Linke hierzulande tut sich oft schwer mit der sozialen Frage. Die Gründe dafür sind unterschiedlich, der Effekt ist seit Jahren der Gleiche.
Aus Angst sich bei der falschen Sache zu engagieren, mit den falschen Leuten etwas zu tun zu haben wird lieber gar nichts gemacht oder im besten Fall ein Kommentar geschrieben, wie und warum die geplante Aktion nicht ums Ganze geht und der reaktionäre deutsche Mob hinter der nächsten Ecke lauert.

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Extremismus

Eine sehr anschauliche Erklärung des Extremismus-Begriffes und seiner Funktion von Prof. Wolfgang Wippermann (Freie Universität Berlin) habe ich auf leftvision.de gefunden:

Sozialistisches Büro: links #0 1969

Das Sozialistische Büro war einer der spannendsten Organisierungsansätze der ausgehenden Studierendenbewegung der BRD. Als zunächst lockere Vernetzung von Basisgruppen mit dem Angebot eines bundesweit erscheinenden Organs, der „links“, sollte Kontinuität erreicht und zugleich die Gefahr autoritärer Erstarrung wie in den vielen gleichzeitig gegründeten Splitterparteien vermieden werden. Einen sehr guten Überblick gibt dieser Reader von Gottfried Oy. Ich dokumentiere hier die Gründungserklärung und einige Artikel aus der im April 1969 erschienenen Nullnummer der „links“:

Sozialistisches Büro für bessere Kommunikation der unabhängigen Linken

Editorial: Warum machen wir „links“ – eine sozialistische Zeitung?
Herbert Stubenrauch: Linke Lehrer organisieren sich
Sozialistischer Lehrerbund: Grundsatzerklärung des SLB
Jörg Huffschmid: Aktionsformen und Bündnisprobleme