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Extremismus

Eine sehr anschauliche Erklärung des Extremismus-Begriffes und seiner Funktion von Prof. Wolfgang Wippermann (Freie Universität Berlin) habe ich auf leftvision.de gefunden:

Sozialistisches Büro: links #0 1969

Das Sozialistische Büro war einer der spannendsten Organisierungsansätze der ausgehenden Studierendenbewegung der BRD. Als zunächst lockere Vernetzung von Basisgruppen mit dem Angebot eines bundesweit erscheinenden Organs, der „links“, sollte Kontinuität erreicht und zugleich die Gefahr autoritärer Erstarrung wie in den vielen gleichzeitig gegründeten Splitterparteien vermieden werden. Einen sehr guten Überblick gibt dieser Reader von Gottfried Oy. Ich dokumentiere hier die Gründungserklärung und einige Artikel aus der im April 1969 erschienenen Nullnummer der „links“:

Sozialistisches Büro für bessere Kommunikation der unabhängigen Linken

Editorial: Warum machen wir „links“ – eine sozialistische Zeitung?
Herbert Stubenrauch: Linke Lehrer organisieren sich
Sozialistischer Lehrerbund: Grundsatzerklärung des SLB
Jörg Huffschmid: Aktionsformen und Bündnisprobleme

Fußball-WM 1974: ¡Chile Sí, Junta No!

Da Fußball und linksradikale Geschichte ja meine Schwerpunkte auf diesem Blog sind, muss ich einfach auf diese älteren Artikel hinweisen, die mir gerade über den Weg gelaufen sind: Berichte von Chile-Solidaritätsaktionen bei der Weltmeisterschaft 1974.

Autonomes Forschungskollektiv Geschichte: Geschichtsstunde WM 1974
Petra Schlangenhauf (FDCL): ¡Chile Sí, Junta No!

Gruppe undogmatischer Marxismus – Für eine neue Linke (1974)

So, heute gibt es ein Positionspapier der „Gruppe undogmatischer Marxismus“ aus dem Jahr 1974. Die Gruppe entstammte der zu diesem Zeitpunkt bereits zerfallen(d)en Studierendenbewegung West-Berlins und versuchte, die Erkenntnis hochzuhalten, das persönliche und gesellschaftliche Emanzipation nur zusammen zu haben sind. Leider erfolglos, muss man aus heutiger Sicht wohl konstatieren, in den 70ern teilte sich ein Großteil der Studierendenbewegung in autoritäre ML-Gruppen auf der einen und zunehmend unpolitische Selbsterfahrungsgruppen auf der anderen Seite.

Dokufever #1

Ich bin in letzter Zeit auf den Geschmack gekommen, mir abends noch eine 45-60 minütige Doku reinzuziehen. Dabei habe ich mir vor allem Dokus angeschaut, in denen neben einigen erläuternden Sätzen die meiste Zeit ZeitzeugInnen zu Wort kommen. Gerade bei der Aufarbeitung linker (Widerstands-)Geschichte finde ich diesen Oral History Ansatz spannend, da oft schriftlich nicht viel festgehalten ist und wenn, dann von der gegnerischen Seite. Und z.B. bei der Betrachtung des Zweiten Weltkriegs sollte doch der linke Widerstand von unten, ohne die Verdienste der alliierten Armeen schmälern zu wollen, unser primärer Bezugspunkt als radikale Linke sein, oder? Also beschäftigt euch damit :-)

So, genug gepredigt, los geht’s:

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